Das Wort Demokratie setzt sich aus zwei altgriechischen Worten „demos“ und „kratos“ zusammen, was soviel wie Staatsvolk und Herrschaft bedeutet. So umschreibt dieses Wort jene politische Systeme, in denen Macht und Regierung vom Volk ausgeht.

Erlauben Sie mir, Ihnen das Prinzip zu erläutern, wie das System Volk, Wirtschaft und Politik funktioniert, indem es sich gegenseitig reguliert.

Das Volk steuert durch deren Vertreter (die Politiker) die Gesetze, unter welchen die Wirtschaft funktioniert und Arbeitsplätze für das Volk erstellt. Die Politiker wiederum werden durch das Volk gewählt und haben so ihren Antrieb, möglichst im Sinne des Volkes zu handeln. Werden nun durch die Politiker gute Gesetze für die Wirtschaft bestimmt, hat das Volk Arbeit, bezahlt dadurch mehr Steuern, woraus auch Politiker bezahlt werden können und alle sind harmonisch glücklich. Das Volk hat Arbeit, die Politiker haben ihren Auftrag und wenn die Wirtschaft gesund ist, kann sie möglichst viele Arbeiter beschäftigen. Somit ist das Volk interessiert, der Wirtschaft möglichst viel Freiheit zu lassen. Auch ist das Volk gut bedient, wenn sie die kleveren Politiker für sich die Gesetze der Wirtschaft erstellen lässt. Die Politiker ihrerseits sind interessiert, das Volk und die Wirtschaft glücklich zu machen. So ist es doch eines jeden Politikers Ziel dafür zu sorgen, dass das System reibungslos funktioniert. Wenn wir nun die Wirtschaft betrachten, dient ihr Interesse dem Volk (Arbeitskräfte) und den Politikern, welche die Gesetze für die Wirtschaft erlassen. Werden die Arbeiter durch Emissionen oder Überarbeitung krank, leidet die Wirtschaft, da ihr die gesunden Arbeiter fehlen. Somit ist die Wirtschaft an der Gesundheit des Volkes und seiner Gesetzgeber interessiert.

Dieses System regelt sich im Prinzip von selbst.

Wenn nun aber ein paar Schlaumeier viel Geld verdienen wollen, können sie dies, indem sie das Volk aushebeln. Anstelle dass es allen gut geht, können nun vereinzelte Wirtschaftsvertreter sich mit Politikern zusammenschliessen um das Volk zu umgehen. Und das funktioniert folgendermassen: Die Wirtschaft stellt ihre eigenen Politiker auf, die vorgeben, im Interesse des Volkes zu wählen. Mancherorts ist ein Vortäuschen auch gar nicht nötig. Es reicht aus, genügend Lakaien um sich zu scharen, damit eine regionale Mehrheit entsteht. Es werden Gesetze erlassen, welche die Arbeiter als nun austauschbare Ware in ihrer ursprünglichen Funktion völlig beraubt. Gesetze kommen nun durch, welche nur der Wirtschaft und ein paar Einzelner dient. Die Wirtschaft wird missbraucht, das Volk wird belogen und Politiker geschmiert. Dies ist wohl eine Form von Wohlstandskrankheit. Wir machen Arbeiter krank damit wir sie behandeln können. Somit werden sie zu einem Gut, mit welchem andere sozialen Grupierungen ihren Lohn generieren. Ein solches System hat von sich aus kein Interesse, sich zu heilen. Es frisst sich parasitär durch die Gesellschaft und degradiert den einstmaligen Souverän von der therapierbaren- bis hin zur vollends austauschbaren Ware. Was einst noch dem Guten diente, hat sich mancherorts durch das Prinzip der Gewinnmaximierung auf Kosten des Volkes zu einem Albtraum entwickelt. Sie glauben das nicht? Wozu haben wir noch Banken? Wofür haben wir denn eigentlich noch Versicherungen? Ist Ihre Altersvorsorge wirklich noch vorhanden? Dient die Nachrichtenbeschaffung der Entscheidungsfindung oder der Unterhaltung? Können Wähler durch Überbelastung und Manipulation überhaupt noch ihrem Auftrag gewissenhaft nachkommen? Viele dieser Fragen schreien doch nach Aufklärung und werden bestimmt in künftigen Artikeln aufgegriffen. Sorgen wir aber erst einmal in diesem wieder für etwas Harmonie indem wir uns auf einen Lösungsvorschlag einstimmen.

Wie kann man nun die gewünschte politische Ordnung der gegenseitigen Systemregelung zurückfinden und sie wieder herstellen? Indem man sich hinterfragt, wem denn künftige aber auch schon verabschiedete Gesetze wirklich dienen. Dem Volk, der Politik oder der Wirtschaft? Wenn ein Gesetz nicht dem ganzen Volke dient, so sollte es folglich dem demokratischen Grundprinzip per sofort seine Gültigkeit verlieren. Oder wir beginnen damit, Kapitalkratien nicht mehr unter dem Deckmantel einer Domokratie zu verkaufen.

Im Prinzip wäre es so einfach – nicht?